Drei grüne Impulse für deinen Alltag
Weißt du, was ich immer wieder faszinierend finde? Die Natur mit ihren Wildpflanzen ist einfach da. Auf der Wiese hinterm Haus, am Straßenrand, selbst in der kleinsten Ritze im Gehweg findet der Löwenzahn seinen Platz, um sich dort zu entfalten. Aber die meisten gehen täglich daran vorbei, ohne sie wirklich wahrzunehmen.
Dabei sind Wildpflanzen viel mehr als nur „Unkraut“. Prall gefüllt mit Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen und lecker sind sie auch. Sie wachsen dort, wo es ihnen gefällt. Eigenwillig und stark, weil sie sich gegen Fressfeinde und Wind und Wetter behaupten müssen – und genau diese Kraft steckt auch in ihnen. Für mich sind sie die kleinen Rebellen der Natur.
Meine grünen Impulse laden dich ein, deinen Blick zu weiten und dich zu inspirieren. Ich zeige dir, wie du die Kraft der Natur und leckere Wildpflanzen in deinen Alltag bringen kannst – ohne Vorkenntnisse, ohne großen Aufwand, dafür mit viel Spaß.
Die Natur ist deine stärkste Verbündete. Und ja – sie ist eine SIE.
Hier sind meine drei #littlegreensteps – Kleine grüne Schritte für Alltag & Business (Blogparade von Stefanie Pingel).
1. Geh raus – aber diesmal wirklich
Wie oft warst du schon draußen, das Handy in der Hand oder mit den Gedanken ganz woanders? Wir gehen zwar „spazieren“, aber eigentlich sind wir gar nicht da, nicht im Moment.
Eine kleine Aufgabe für dich:
Lass das Handy in der Tasche und schalte das Grübeln aus. Stattdessen nimm dir heute vor, ganz bewusst eine einzige Wildpflanze zu finden.
Welche bietet sich besser an als die Brennnessel? Du kennst sie bestimmt, wahrscheinlich von einer brennenden Begegnung.
(Oder such dir eine andere Wildpflanze aus. Hier findest du die aktuelle Sammelliste mit 30 Wildpflanzen zum Download.)
Wo wächst sie? Nimmst du den würzigen Duft wahr, wenn du in ihrer Nähe bist? Wächst sie allein oder bildet sie eine Gruppe? Trägt sie schon Samen? Wie fällt das Licht durch ihre Blätter? Wie viele findest du auf deinem Weg?
Und plötzlich ist da etwas, das du vorher nicht bewusst wahrgenommen hast: Dein Spaziergang verändert sich. Du bist aufmerksam, angenehm aufmerksam. Ganz bei der Brennnessel und jetzt wirklich im Moment. Diese achtsame Beobachtung stoppt dein Gedankenkarussell sofort und lässt deine Seele hier ankommen. Achtsamkeit passiert einfach, wenn du anfängst, hinzuschauen.
2. Das Grüne in dir: Bring die Wildnis in dein Glas
Okay, das klingt vielleicht erst mal mutig, aber ich verspreche dir: Es ist leckerer, als du denkst. Wildpflanzen wie die Brennnessel im Smoothie sind eine wunderbare Möglichkeit, ihre Kraft ganz unkompliziert in deinen Alltag zu integrieren. Und so schmeckt das auch deinen Kindern.
Hier ist mein persönliches Lieblingsrezept:
REZEPT: Wildpflanzen-Smoothie
Man nehme
- 1/2 Banane
- 1/2 Apfel
- Ein paar Trauben
- Stück Gurke
- Ein Stück Ingwer
- Etwas Zimt
- + 1 Handvoll Brennnessel (du weißt ja jetzt, wo du sie findest.)
- Wasser, so viel, dass es schön smoothy wird
Alles zusammen in den Mixer, gut durchmixen und fertig!
Früchte bringen Süße und machen den Geschmack der Wildkräuter angenehm mild.
Und die Wildkräuter? Sie machen Smoothies zu richtigen Kraftpaketen, weil sie energiereicher sind als kultivierte Pflanzen. Dein Stoffwechsel wird angeregt, Vitamine und Mineralstoffe fließen in deinen ganzen Körper und vitalisieren ihn.
Manche schmecken intensiv, manche ganz zart und bieten dir eine geschmackliche Vielfalt, die man nirgendwo kaufen kann.
Vogelmiere, Giersch, Sauerampfer, Löwenzahn oder Klettenlabkraut passen wunderbar dazu.
Lass es dir schmecken und volle Kraft voraus …
3. Setz dich einfach hin
Mein dritter Tipp ist gleichzeitig der einfachste und der wirkungsvollste: Such dir einen Platz in der Natur. Allein. Einen Baum, eine Wiese, einen Bach. Irgendeinen Ort, an dem du dich wohlfühlst.
Mein Platz ist bei einer alten Buche im Wald in der Nähe eines Baches. Dort sitze ich auf ihren dicken Wurzelanläufen und verlier mich in dem natürlichen Treiben.
Hast du deinen Ort gefunden, setz dich hin. Einfach so.
Kein Podcast. Keine To-do-Liste im Kopf. Und keine Technik, die du jetzt erst mal lernen musst.
Schließ kurz die Augen, atme tief ein. Beim Ausatmen gib den ganzen Ballast des Alltags ab. Spür den Boden unter dir.
Lass dann deinen Blick schweifen.
Grün in unendlich vielen Variationen. Und Formen. Birke, Linde, Walnuss, Giersch, Klee. Jedes Blatt hat eine andere Form. Werde dir bewusst, dass jede einzelne Wildpflanze einzigartig ist. Nimm Kontakt auf und werde Teil davon.
Was die Farbe mit uns macht
Bemerkst du, dass du nach ein paar Minuten schon ruhiger, entspannter wirst? Das hat einen Grund: Die Farbe Grün beruhigt nachweislich unser Nervensystem und signalisiert dem Ur-Gehirn Sicherheit und Fülle. Roger Ulrich zeigte in einer Studie, dass allein der Blick auf Bäume durch ein Krankenhausfenster die Genesungszeit der Patienten verkürzte. Sogar Stärke und Dauer der Medikamente verringerten sich. Was für eine Kraft im Grün wohnt.
Und weißt du, was das Schönste ist?
Die drei Tipps hängen zusammen, ganz von alleine. Du nimmst die Natur wahr. Du nimmst sie in dich auf mit ihrer wilden Kraft. Und irgendwie zieht es dich dann fast von selbst wieder raus, um zu spüren, wie gut sie dir tut und dass du ein Teil davon bist.
Wildpflanzen sind nicht nur Nahrung für den Körper. Sie sind auch eine Einladung, wieder in Kontakt mit dir selbst zu kommen. Und vielleicht ist das der größte Vorteil von allen.
Ich freue mich, wenn du einen der Tipps ausprobierst, und noch mehr, wenn du mir erzählst, wie es dir dabei gegangen ist.
Lies bitte die wichtigen Hinweise zur Verwendung meiner Rezepte.
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