Waldmeister Sirup in Flaschen und im Glas mit Sprudel COCO GRÜN
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Waldmeister-Sirup mal anders

Waldmeistersirup ist für viele ein Stück Kindheit: dieses unverwechselbar süße, leicht heuartige Aroma, das sofort an Limonade und Eisbecher erinnert. Diese Variante bleibt dem Original treu – und gibt ihm gleichzeitig einen frischen Dreh.

Statt der klassischen Zitrone kommt hier die Limette zum Einsatz – und das macht einen größeren Unterschied, als man vielleicht denkt. Wo die Zitrone schlicht sauer ist, bringt die Limette ein komplexeres, fast florales Aroma mit: ein bisschen herb, ein bisschen tropisch, mit einer leichten Bitterkeit im Abgang.

Diese Vielschichtigkeit passt  gut zum Waldmeister – beide haben ein typisches, aber besonderes Aroma, das sich gegenseitig unterstreicht statt zu überlagern.

Wer möchte, gibt noch ein paar Zweige frische Minze dazu. Das rundet das Aroma ab und macht den Sirup noch eine Spur sommerlicher.

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Waldmeistersirup in Flaschen vor einem Korb mit Waldmeister COCO GRÜN

Wo findest du Waldmeister?

Waldmeister wächst in schattigen Laub- und Mischwäldern, am liebsten unter Buchen auf kalkreichem, feuchtem Boden – dort bildet er oft dichte Teppiche aus quirlständigen Blättern.

Du findest ihn häufig an Nordhängen oder in Bachnähe. Seine Saison liegt je nach Region zwischen April und Juni.

Gesammelt wird er am besten kurz vor oder während der Blüte. Nur an unbelasteten Standorten ernten und nie den ganzen Bestand abernten – genug stehen lassen, damit er nachwachsen kann.

Das echte Waldmeister Grün

Wer einen knallgrünen Sirup erwartet wie aus dem Supermarkt, wird überrascht sein – das Grün kommt nämlich nicht vom Waldmeister selbst, sondern von Lebensmittelfarbe.

Der echte, selbstgemachte Sirup ist deutlich heller, fast klar mit einem zarten Grünstich. Geschmacklich macht das keinen Unterschied – optisch ist es schlicht die ehrlichere Version.

Mir schmeckt zum Beispiel eine Maibowle in ihrer natürlichen Farbe viel besser.

Man nehme

  • 1 Bund frischer Waldmeister (7–10 Stängel), am besten vor der Blüte gesammelt
  • 500 ml Wasser
  • 500 g Zucker, alternativ Rohrzucker für ein leichtes Karamellaroma (der aber den Sirup bräunlich färbt)
  • 1-2 BIO-Limetten
  • optional einige Blätter von frischer Minze
  • optional grüne Lebensmittelfarbe

Passt gut zu

  • klassisch als Schorle mit Mineralwasser
  • als Basis für einen Mojito-ähnlichen Cocktail (passt wunderbar zur Limette und Minze)
  • über Vanilleeis oder Panna Cotta
  • als Sirup in Hugo oder Sekt aufgegossen
  • in Salatdressings oder Marinaden als süß-herbe Note

Waldmeister-Sirup

So geht’s

  • Pflücke den Waldmeister vor oder während der Blüte und wasche ihn. (Zur Blüte hin steigt der Cumaringehalt. Zuviel kann lebertoxisch wirken)

  • Trockne ihn gut ab und lass ihn lose ausgebreitet 1–2 Tage an einem schattigen Ort anwelken, bis er angenehm duftet. Ein Dörrautomat oder der Backofen mit eingeschaltetem Licht tun es auch.

  • Wenn du den Waldmeister zu einem Strauß binden möchtest, achte darauf, dass sich im Inneren kein Schimmel bildet. 

  • Basis kochen: Wasser und Zucker im Topf kurz aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann kurz abkühlen lassen. 

  • Übergieße jetzt Waldmeister und Limettenscheiben mit dem Zuckerwasser und lass den Sirup erneut 1–2 Tage im Kühlschrank ziehen. Je länger, desto intensiver. 

  • Seihe den fertigen Sirup dann durch ein feines Sieb oder einen Teefilter ab, koch ihn nochmal kurz auf und füll ihn heiß in saubere Flaschen.

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