Wildpflanzen sammeln im Januar
Eiskristalle, Knospenzauber und der klare Neubeginn (Video KLICK)
Das neue Jahr begrüßt dich! Der Januar, früher oft „Hartung“ genannt, zeigt uns die Natur von ihrer strengsten, aber auch klarsten Seite. Während der Dezember noch von der mystischen Dunkelheit geprägt war, spüren wir jetzt, wie das Licht Tag für Tag kräftiger zurückkehrt.
Es ist der Monat der Struktur: Die kahlen Bäume zeichnen Scherenschnitte in den Himmel, und der Frost legt sich wie ein glitzernder Mantel über die Erde.
Jetzt geht es nicht mehr nur ums Ruhen, sondern ums Durchhalten und die stille Vorbereitung auf das, was kommen will.
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Wildkräuter im Winter?
Es grenzt fast an ein Wunder, aber ja! Selbst unter einer dünnen Schneedecke trotzt die Vogelmiere der Kälte. Sie ist das ultimative Januar-Kraut: unkaputtbar und voller Vitamine, als wollte sie uns sagen: „Gib nicht auf.“
Auch die Rosetten des Hirtentäschels, der Nachtkerze oder der Schaumkräuter bleiben grün. Sie nutzen die Zeit, in der die Bäume kein Laub tragen, um jedes bisschen Licht aufzusaugen. Schon ein paar Blättchen von diesen frischen Wildkräutern bereichern deinen Speiseplan jetzt mit wertvollen Vitalstoffen.
Schlafen die Bäume wirklich tief und fest?
Auf den ersten Blick wirken die Laubbäume wie abgestorben, doch der Schein trügt gewaltig. Wenn du mal genau hinsiehst, wirst du kleine Knospen an den Ästen entdecken. Schon im Herbst bilden die Bäume diese winzigen Pakete mit dem kompletten Bauplan für die Blätter und Blüten des Frühlings. Gut geschützt in stabilen Hüllen und Harzen.
Neben der Zaubernuss (Hamamelis) und dem Weidenkätzchen (Salix caprea) erwacht die Hasel im Januar oft als Erste. Ihre Kätzchen beginnen, sich an milden Tagen zu öffnen, und zerstäuben die gelben Pollenwolken in die Winterluft – das erste sichtbare Zeichen der Fruchtbarkeit im neuen Jahr.
Spuren im Schnee
Der Januar ist der beste Monat für Fährtenleser. Da die Vegetation am Boden ruht. In der matschigen Erde oder im besten Fall im Schnee werden die Wege unserer Wildtiere sichtbar.
Wer streift nachts durch den Wald oder deinen Garten? War das eine Maus? Oder doch ein Eichhörnchen? Oder sogar ein Wildschwein?
(Die haben hier am Waldrand 1 Meter breit alles umgegraben.)
Welche Abdrücke hinterlässt eigentlich die Amsel?
Jeder Abdruck verrät uns, was wir tagsüber oft übersehen.
Achte auf die Stunde der Wintervögel – eine bekannte Zählaktion des NABU im Januar. Die nächste Zählung der Wintervögel findet vom 9. bis 11. Januar statt. Hier kannst du mitmachen: KLICK
Zwischen den Jahren
Der Januar markiert das Ende der Zeit „zwischen den Jahren“. Mit dem Dreikönigstag am 6. Januar schließen sich die Rauhnächte. Traditionell ist dies der Tag für eine letzte, kräftige Räucherung (oft mit Weihrauch und Myrrhe), um das Haus endgültig von den Altlasten des Vorjahres zu reinigen und den Segen für das neue Jahr einzuladen.
Vor allem im alpenländischen Raum (Bayern, Österreich, Südtirol) ziehen jetzt die „Perchten“ umher, um mit Lärm und Masken die letzten Wintergeister zu vertreiben und die Natur aufzuwecken.
Was für ein Spektakel!
Was bedeutet die „Wolfsmond“-Energie?
Der erste Vollmond des Jahres wird nach alten Traditionen „Wolfsmond“ genannt. Man glaubte, dass in dieser kalten, kargen Zeit die Wölfe besonders häufig heulten, weil Nahrung knapp war.
Heute erinnert er uns an die wilde, ungezähmte Kraft der Natur. Er steht symbolisch für Durchhaltevermögen, Instinkt und innere Stärke. Der „Wolfsmond“ markiert eine Phase der Stille, Klarheit und Konzentration auf das Wesentliche. Was will ich wirklich?
Nutze die klirrende Klarheit des Januars, um deine Visionen, deine Träume zu schärfen.
Spirituell wird der „Wolfsmond“ oft mit Neubeginn, innerer Ausrichtung und Überlebenskraft verbunden.
Diese Wildpflanzen kannst du im Januar sammeln
- Bachbunge
- Beh. Schaumkraut
- Brennnessel
- Brombeere
- Douglasie
- Fichte
- Gänseblümchen
- Giersch
- Goldnessel
- Große Klette
- Gundermann
- Kiefer
- Knoblauchsrauke
- Löwenzahn
- Mispel
- Nachtkerze
- Nelkenwurz
- Pimpinelle
- Sauerampfer
- Sauerklee
- Schafgarbe
- Schlehe
- Spitzwegerich
- Tanne
- Taubnessel
- Vogelmiere
- Wald-Engelwurz
- Waldmeister
- Wiesen-Bärenklau
- Wiesen-Labkraut
Und natürlich auch, ob du an den richtigen Orten suchst.
Welche Teile der Wildpflanzen sind gerade jetzt voller Wirkstoffe?
Blätter, Blüten, Früchte oder Wurzeln?
Damit dir nichts entgeht, habe ich einen Sammelkalender zusammengestellt.
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